Das Projekt Inwest hat die Reduktion des Verkehrsaufkommens im Bereich des Waren- und Güterverkehrs der Postlogistik durch eine Verbesserung der Zulaufsteuerung auf Basis innovativer logistischer Informations-, Planungs- und Steuerungsverfahren, den Einsatz neuer Technologien zur Identifikation und Ortung von Wechselbrücken sowie durch geeignete Softwaresysteme zu deren Umsetzung zum Ziel.
Es wird ein Entscheidungssystem entwickelt, mit dem die Nutzer in der Lage sind ihre Tourenplanung zu optimieren, unter Berücksichtigung der Verkehrsvermeidung. Dabei sollen neue Ortungs- und Kommunikationssysteme an Wechselbrücken zum Einsatz kommen. Eine wichtige Aufgabe ist dabei die Konzeption und Entwicklung der sog. Ortungsbox und die für die Planung und Steuerung erforderliche Software, die sog. Middleware. Die Planungssicherheit im kombinierten Verkehr soll erhöht und die Transporteinheiten besser genutzt werden.
Projektbeschreibung
Projektziel
Lösungsansatz
Ein wesentliches Potential des Forschungsvorhabens liegt in der Verknüpfung vorhandener Technologien sowie wissenschaftlicher Methoden. Im Rahmen von INWEST erfolgt die Konzeption und Entwicklung von Ortungs- und Kommunikationstechnologien sowie einer Software zur optimierten Planung - und Steuerung im Umfeld der Wechselbrücken. Dabei wird nach einer effizienten Verknüpfung der Technologien gesucht sowie eine Software, welche die logistischen Zielgrößen für die Planung und Steuerung berücksichtigt. Das ganze System nennt sich „Intelligente Wechselbrückensteuerung“. Eine besondere Bedeutung kommt einem kleinen Modul zu, das in die Wechselbrücke eingebaut wird. Die kleine, unauffällige Box enthält ein Ortungs- und Kommunikationsmodul. Eine Evaluierung des Systems erfolgt in den Pilot- und Feldtests Mitte 2009.
Umsetzungskonzept
Ziel von INWEST ist es, die intelligente Wechselbrückensteuerung für die Branchen der KEP Logistik und der Kontraktlogistik anzuwenden. Es soll das entwickelte Verfahren in zwei Anwendungsszenarien erprobt werden und im Rahmen von Pilot- und Feldtests die Verkehrseffekte (Straßengütertransport) insgesamt quantifiziert werden. Langfristig soll INWEST zu einer Vermeidung des Verkehrsaufkommens führen und eine branchenübergreifende Methodik zum Ziel haben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Durchführung der Tests, um Realdaten für die Evaluierung der entwickelten Systemelemente zu gewinnen.
erwartete Ergebnisse
Ein wesentliches Ergebnis des INWEST Projektes wird eine sog. Blackbox zur Ortung und Identifikation von Wechselbehältern sein. Die daraus generierten Geokoordinaten werden von der sog. Middleware aufgenommen und intelligent verarbeitet, so dass daraus eine Optimierung in der Planung und Steuerung resultiert. Dieses Softwaresystem ist für die Datenaufnahme sowie die Weitergabe an die operativen Systeme zuständig, um eine verbesserte Disposition zu realisieren und so eine Verkehrsvermeidung nachhaltig zu verwirklichen. Die wesentlichen INWEST Produkte (Blackbox und Middleware) sind nicht ausschließlich in der Postlogistik anwendbar. Das INWEST System kann in weiteren logistikorientierten Branchen Anwendung finden, so z.B. in der Automobillogistik und Luftfahrtindustrie. Überall dort wo logistische Ladungsträger eine wichtige Rolle für den Transport spielen kann das INWEST Produkt zum Einsatz kommen und einen Beitrag zur Verkehrsvermeidung leisten.